Meilicke Hoffmann und Partner - Anwaltskanzlei Bonn - Bildkomposition

    Geschichte
    Meilicke Hoffmann & Partner

    Unsere Sozietät ist hervorgegangen aus der seit Anfang Januar 1933 von Heinz Meilicke zusammen mit Conrad Böttcher in Berlin betriebenen Kanzlei.

    Nach dem Kriege verlegte er den Sitz der Kanzlei nach Bonn. Hier gründete er eine Sozietät mit seinem Partner Dr. Klaus Hohlfeld.

    Schon in der Zweier-Sozietät mit Klaus Hohlfeld beriet die Kanzlei eine internationale Klientel in steuerrechtlichen und wirtschaftsrechtlichen Fragen. 1975 trat Wienand Meilicke in die Kanzlei als Partner ein.

    Seit den 80er Jahren und dem Kanzleieintritt von Jürgen Hoffmann und Thomas Heidel ist die Sozietät kontinuierlich gewachsen und ist heute als eingetragene Partnerschaftsgesellschaft organisiert.

    Prof. Dr. Heinz Meilicke

    Foto - Prof. Dr. Heinz Meilicke

    Prof. Dr. Heinz Meilicke war bis 1997 Seniorpartner der Kanzlei. Heinz Meilicke wurde 1904 in Berlin geboren und dort 1933 als Rechtsanwalt zugelassen. Sein Berufsziel, Anwalt zu werden, stand von Anfang an fest. Sein kämpferisches Engagement für die Freiheiten des Individuums gegen die Macht des Staates und sein konsequentes Eintreten für die Rechte seiner Mandanten, darunter auch zahlreiche jüdische Mitbürger, führte zu Konflikten mit den Nationalsozialisten. Ein anhängig gemachtes Ehrengerichtsverfahren konnte nur durch Meldung zum Wehrdienst in der Schwebe gehalten werden.

    Nach 1945 erfolgte die Wiederzulassung als Anwalt und die Zulassung als Notar in Berlin. Lehraufträgen an der Humboldt-Universität folgte eine Honorarprofessur für Steuerrecht und Gesellschaftsrecht an der Freien Universität Berlin (1951 bis 1969). Gleichzeitig verlegte Heinz Meilicke seine Anwaltspraxis nach Bonn. Er beriet Mandanten im Inland und Ausland auf allen Gebieten des Wirtschaftsrechts und Steuerrechts.

    Als Fachautor hat sich Heinz Meilicke in zahlreichen Veröffentlichungen mit Rechtsfragen aus dem Steuerrecht, Gesellschaftsrecht, Wettbewerbsrecht, Arbeitsrecht, Währungsrecht und Devisenrecht auseinandergesetzt. Heinz Meilicke ist 1997 in Bonn verstorben.

    Aufsätze von Prof. Dr. Heinz Meilicke
    Bücher von Prof. Dr. Heinz Meilicke

    Vorwort von Prof. Dr. R. Curtuis-Hartung zur Festschrift für Heinz Meilicke zum 80. Geburtstag, herausgegeben vom Fachinstitut der Steuerberater e.V., Berlin, Heidelberg, New York, Tokyo 1985

    Heinz Meilicke vollendete am 25. Dezember 1984 sein 80. Lebensjahr. Geboren in Berlin-Mitte haben sich in seiner Persönlichkeit weltoffenes Spektrum der Hauptstadt Berlin, aber auch Drängen und Durchsetzungsvermögen, entstammend einer zwei Generationen vor ihm von der Neumark nach Berlin zugewanderten Handwerksmeisterfamilie, ausgeprägt. Sein Berufsziel, Anwalt zu werden, stand von Anfang an fest und wurde durch Studium und Referendariat in Berlin zielstrebig angegangen.

    Spezielle Anstöße gaben das Miterleben der Inflation während des Studiums, ein Volontariat als Exportkaufmann sowie anderthalbjährige berufliche Tätigkeit in England. Nach Mitarbeit in der bekannten Praxis Kempner/Pinner, dann in langjähriger Sozietät mit Dr. Conrad Böttcher tätig führte sein konsequentes Eintreten für die Rechte seiner Mandanten, darunter auch zahlreicher jüdischer Mitbürger, zu Konflikten mit den nationalsozialistischen Rechtswahrern, die in einem Ehrengerichtsverfahren gipfelten und nur durch Meldung zum Wehrdienst in der Schwebe gehalten werden konnten. Nach dem Zusammenbruch deshalb zügige Entnazifizierung und Wiederzulassung als Anwalt in Berlin, Lehraufträge der Humbold-Universität, mit der Spaltung Berlins Wechsel zur Freien Universität Berlin, Verlegung der Anwaltspraxis nach Bonn, Aufnahme als Mitglied in das Fachinstitut der Steuerberater, Sozietät mit Dr. Hohlfeld und seinem Sohn sind weitere Stationen seines Lebensweges.

    Die Veröffentlichungen von Heinz Meilicke - im Anhang sind Monographien, Kommentare und Aufsätze in Fachzeitschriften zusammengestellt; Buchbesprechungen sowie Beiträge und Leserzuschriften in Tageszeitungen und Wirtschaftsblättern, konnten aus Raumgründen nicht in die Zusammenstellung aufgenommen werden - beweisen die große Spannweite, die Vielseitigkeit, aber auch die unermüdliche, bis heute anhaltende Beharrlichkeit seiner fachkundigen Auseinandersetzung mit Rechtsfragen. Sei es in Veröffentlichungen auf dem Gebiet des Steuerrechts, des Währungs- und Devisenrechts, des Wettbewerbsrechts, aber auch des Arbeitsrechts, sei es in der Handhabung oder im Wechsel der Rechtsformen von Unternehmen, seien es permanente Bilanzierungs- und Bewertungsfragen oder einmalige Umstellungsbilanzprobleme, Heinz Meilicke begnügt sich nicht mit plastischer Präsentation und tiefgehender Bearbeitung der von ihm behandelten Themen, sondern er steckt auch jeweils die Grenzen des staatlichen Eingriffsrechts ab, macht sich zum Gestalter des verbleibenden Freiraums und beweist sich als ideenreicher Anwender der Instrumente unternehmerischen Entscheidens und Wagens.

    Besonderes, für Heinz Meilicke typisches Merkmal seiner lebenslangen Aktivität ist sein kämpferisches Engagement für die Freiheiten des Individuums gegen die Macht des Staates, für die Minderheit gegen majorisierende Mehrheiten. Sein drängender Elan drückt sich nicht nur in seinem publizistischen Schaffen aus, sondern kam und kommt noch viel weitreichender und intensiver in der Beratung seiner Mandanten und deren Interessenvertretung zur Wirkung, gewann ihm Kampfgenossen und Freunde, erweckte aber gelegentlich auch Verstimmung auf Seiten der Angegriffenen. Im Kern aller seiner Aktivitäten liegt aber sein Kämpfen gegen Einschränkung der Freiheitsrechte, gegen Institutionen, nicht gegen Personen.

    Die ihm zu Ehren herausgegebene Festschrift enthält Beiträge von Autoren, die auf Heinz Meilickes Lebensweg Stationen mit ihm gemeinsam durchlebt, mit ihm gemeinsam gekämpft oder auch Standpunkte gegen ihn zu verteidigen hatten, die sich alle in dankbarer Erinnerung ihm verbunden fühlen. Diese Beiträge, mit denen jeder Autor ein Thema aus seinem Schaffen wissenschaftlich vertieft und in der fachlichen Diskussion weiterführt, stellen für sich allein schon ein anregendes und befruchtendes Material dar. Denen, die Heinz Meilicke in seinem Leben und Wirken kennen, werden sie sein Bild und seine Persönlichkeit lebendig erhalten helfen.

    Auch an dieser Stelle sei den mitwirkenden Autoren für ihren persönlichen Beitrag besonders gedankt.