Meilicke Hoffmann und Partner - Anwaltskanzlei Bonn

    Komplexe
    Prozessführung

    Unsere Anwälte verfügen über langjährige Erfahrungen in komplexer Prozessführung in allen Bereichen des Wirtschaftsrechts. Die Palette dieses regelmäßig rechtsgebietsübergreifenden und häufig auch rechtsfortbildenden oder gar auf Wunsch unserer Mandanten unmittelbar auf Rechtsfortbildung gerichteten Tätigkeitsfeldes reicht von Haftungsklagen und Schadensersatzklagen über Forderungen in nicht selten Milliarden-Euro-Höhe über große und wirtschaftlich bedeutsame insolvenzrechtliche Auseinandersetzungen, verfassungsrechtliche und europarechtliche Streitigkeiten, Prozesse über ungeklärte Grundsatzfragen von allgemeiner Bedeutung insbesondere im Aktienrecht und Steuerrecht bis hin zu kapitalmarktrechtlichen Massenverfahren.

    Beispiele für unsere Tätigkeit in komplexen Prozessen

    Unsere Tätigkeit hat zu einer Reihe bekannter Grundsatzentscheidungen des EuGH, Bundesgerichtshofs und verschiedener Oberlandesgerichte geführt, beispielsweise:

    • „Meilicke-Urteile" des Europäischen Gerichtshofes (C-292/04 v. 6.3.2007 und C-262/09 v. 30.06.2011)
    • Urteile des Bundesgerichtshofes in Sachen „Mangusta/Commerzbank" (BGHZ 164,241 und 249)
    • Urteil des Bundesgerichtshofes zur Frage der Konzernhaftung der Bundesrepublik Deutschland gegenüber der Deutschen Telekom (BGHZ 175, 365)

    BEITRÄGE ZUM THEMA Komplexe Prozessführung

    Die Gläubigerfalle - Vorsatzanfechtung bleibt gefährlich

    Geschäfte von Lieferanten und Dienstleistern mit Unternehmen, die sich in einer finanziellen Krise befinden, sind gefährlich. Selbst wenn durch ein solches Krisenunternehmen Rechnungen beglichen wurden, droht dem Zahlungsempfänger immer noch die Gefahr, die empfangene Vergütung an die Insolvenzmasse zurückgewähren zu müssen, wenn über das Vermögen des Schuldners nach der Zahlung das Insolvenzverfahren eröffnet wird. Wusste nämlich der Gläubiger, dass der Schuldner durch die Zahlung andere Gläubiger bewusst benachteiligt, kann der Insolvenzverwalter des Schuldners die Zahlung anfechten. Besonders unangenehm: Diese Gefahr droht für einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren ab Erhalt der Zahlung. Der BGH hat in einer neueren Entscheidung noch einmal die Voraussetzungen einer solchen Anfechtung deutlich gemacht.
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    Trügerische Sicherheit - Lücke in der D&O Versicherung

    Eine Entscheidung des Oberlandesgericht Celle zeigt mal wieder: D&O Versicherungen sind eine trügerische Sicherheit. Nach Sicht des Gerichts gewähren sie keine Deckung für die Haftung von Geschäftsführern bei Zahlungen nach Insolvenzreife, d.h. nach Zahlungsunfähigkeit bzw. bei Überschuldung.
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    Gekauft oder doch geschenkt? Insolvenzanfechtung bei gutgläubiger Preisfestlegung

    Insolvenzanfechtungen gewinnen seit einigen Jahren mehr und mehr an Bedeutung. Angefeuert durch eine anfechtungsfreundliche Rechtsprechung nutzen auch Insolvenzverwalter zunehmend dieses Rechtsinstrument. Daher sind Rechtsgeschäfte unter Beteiligung eines wirtschaftlich angeschlagenen Unternehmens immer auch auf Anfechtungsrisiken zu prüfen. Erfreulicherweise hat der BGH nun in einem Teilaspekt für mehr Rechtssicherheit gesorgt. Er hat Anfechtungsrechte zu Lasten der Insolvenzverwalter eingeschränkt.
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